OZ 22.11.2008: Wo der Himmel die Erde küsst

- Abgedrückt zur rechten Zeit am rechten Ort, mit viel Gefühl für das besondere Motiv und die Komposition: Unser Bild zeigt alle Sieger beim ersten Mörlenbacher Fotowettbewerb "Impressionen erleben". Bild: Kopetzky
MÖRLENBACH. Der Himmel in strahlendem Blau mit bizarren Wolkenformationen küsst die Erde mit ihrem frischen Grün aus Wäldern und Wiesen. Vor dem Glockenturm der Mörlenbacher Kirche flattert die Fahne mit dem Mörlenbacher Wappen, den drei Glocken. In der Panoramascheibe des neuen Mörlenbacher Rathauses spiegelt sich das alte historische Rathaus, mit seinem grau-blauen Fachwerk.
Geduld, ein gutes Auge und das dem Künstler eigene Gefühl für besondere Stimmungen in den Morgen- und Abendstunden, kompositorisches Geschick in der Bildeinteilung bewiesen die Teilnehmer am ersten Mörlenbacher Fotowettbewerb. Sie machten es den Juroren wahrlich nicht einfach.
Juroren hatten es nicht leicht
Viele hätten den ersten Preis verdient gehabt. Aber die Juroren mussten nun mal eine Reihenfolge vornehmen, nach ihren subjektiven Eindrücken und in Absprache mit ihren Kollegen. Bürgermeister Lothar Knopf brachte im Foyer des ersten Obergeschosses im Rathaus seine ureigenen Gedanken zu diesem Wettbewerb zum Ausdruck.
Sein Dank galt neben den Teilnehmern, die damit zum Identifikationsmoment der Mörlenbacher und Odenwälder mit Weschnitztal und Odenwald beigetragen haben, den fünf Juroren. Das waren der Künstler und Kunstsachverständige Anton Guschelbauer, der ehemalige Kunstlehrer und Grafiker Klaus Weber, der Fotograf der Odenwälder Zeitung Fritz Kopetzky, der Mann mit dem Auge für das Wesentliche und Besondere. Dazu gehörten Christina Schneider, die ihre grafischen und kreativen Talente schon bei der Gestaltung des Logos von Mörlenbach unter Beweis gestellt hatte, und Melanie Wolk als Projektleiterin des Fotowettbewerbs, gemeinsam mit dem Auszubildenden Sebastian Hien.
Motive aus Mörlenbach
Unterstützt wurden die Juroren vom Leiter der Verwaltungssteuerung, von Mario Unholz, in der Erstellung der Ergebnislisten. Regelrecht begeistert zeigte sich Lothar Knopf von der Resonanz auf den Wettbewerb und von der Qualität der eingereichten Bilder: Die Bilder zeigen Motive aus Mörlenbach und den Ortsteilen, verteilt über die vier Jahreszeiten.
Es sind Landschaftsbilder, Großaufnahmen von Pflanzen und Tieren, Bilder aus dem täglichen Leben und Aufnahmen von den exponierten Gebäuden der Großgemeinde. Schließlich fügte Knopf noch Gedanken zu Kunst und Betrachtungsweisen dazu an, bevor er Mario Unholz das Wort zur Siegerehrung übergab: "Man muss kein Kunstexperte sein, um Kunstliebhaber zu sein. Das bin ich schon lange.
Ich finde es wunderbar, solche Künstler in unserer Gemeinde zu wissen.
Und letztendlich sind Fotografien in Form gebrachte Gefühle und die Interpretation und Wertung darf getrost jedem Betrachter selbst überlassen werden." mk
Artikel aus der Odenwälder Zeitung vom: 22.11.2008
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